Digitalisierung in der Vermögensverwaltung

Die digitalisierung in der Vermögensverwaltung einfach erklärt ...

Laurence Bovet

Posted by Laurence Bovet - 24.01.18 09:04

Die Welle der Digitalisierung macht auch vor der Vermögensverwaltung keinen Halt. Sie erstreckt sich über alle Lebensbereiche und kann eine enorme Chance für diejenigen darstellen, die ihr vorbereitet entgegentreten. Es scheint, dass immer mehr Anleger technologische Plattformen zur Unterstützung beiziehen. 2014 wurden z.B. in den USA rund 19 Milliarden Dollar Unternehmen anvertraut, die das Vermögen ihrer Kunden völlig automatisch verwalten. Experten des Magazins Business Insider schätzen, dass es bis 2020 zehn Prozent des weltweit verwalteten Vermögens sein wird. Doch kann die Technologie den Kontakt mit einem Vermögensberater ersetzen? Die beste Chance liegt in der Mitte: Die meisten Menschen legen immer noch Wert auf die Expertise eines Vermögensberaters – nur das Interesse an digitalen Lösungen wird grösser. Deswegen sind hybride Beratungskonzepte, die das Beste von Mensch und Maschine miteinander kombinieren, vielversprechend. Und dafür eignen sich Wealth-Management-Plattformen bestens.

 

Welche Möglichkeiten bieten Wealth-Management-Plattformen?

Wealth-Management-Plattformen bieten nicht nur eine konsolidierte Übersicht der Vermögenswerte über alle Depotbanken hinweg sondern sind in der Regel modular aufgebaut. Das heisst, sie können jeden Bereich oder nur einzelne Teile der Vermögensverwaltung übernehmen. Für Vermögensberater bedeutet das Folgendes: Jeder kann sich auf seine Stärken konzentrieren und je nach Belieben Aufgaben outsourcen. Verwalter, die ein sicheres Händchen bei der Anlagenaufteilung haben, sollten weiterhin auf ihren Sachverstand setzen. Die eigene Expertise kann jedoch durch umfassende Big-Data-Analysen ergänzt werden, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Andere Aufgaben, wie zum Beispiel die Geeignetheitsprüfung, übernehmen die Plattformen – natürlich unter der Beachtung aller regulatorischen Anforderungen.

Die wachsende Zahl der Regulierungen, die einem steten Wandel unterliegen, stellt ohnehin eine enorme Belastung für Vermögensverwalter dar. Warum sollten die damit verbundenen Aufgaben nicht einfach outgesourct werden? Wealth-Management-Plattformen bieten auch umfangreiche Compliance Solutions an. So können externe Mitarbeiter – Compliance Officer – zum Beispiel die Überprüfung auffälliger Geldeingänge übernehmen. Zudem lässt sich das Reporting komplett automatisieren. Weitere Möglichkeiten, um die Effizienz zu steigern, bietet das Risk Management Outsourcing. All diese Module geben Vermögensverwaltern die Chance, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Die dadurch gewonnene Zeit kann dazu genutzt werden, sich noch intensiver mit den Kunden auseinanderzusetzen oder sogar dazu, seinen eigenen Kundenstamm zu erweitern. Die Anleger profitieren ebenfalls von diesem digitalen System: Wenn der Vermögensverwalter konzentrierter und effizienter arbeitet, dann erzielt er auch bessere Ergebnisse für seine Kunden.

 

Einfaches Anlegen bei voller Kontrolle

Kunden wünschen sich Komfort und eine gute Beratung. Etliche Dokumente auszufüllen, um ein Depot zu eröffnen und kostbare Zeit in einer Bankfiliale oder im Büro eines Vermögensverwalters zu verbringen, klingt jedoch alles andere als einladend. Diverse IT-Lösungen entstauben dieses System und machen es den Anlegern wesentlich leichter. Sie sorgen dafür, dass lange Prozesse verkürzt werden, intensivieren im Gegenzug aber auch vielfach gewünschte Aspekte wie die persönliche Beratung – die muss nämlich nicht immer vor Ort geschehen. Fragen können auch bequem per E-Mail, Chat oder am Telefon geklärt werden. Asset-Management-Plattformen erleichtern so den Kontakt zwischen Anlegern und Vermögensverwaltern.

Ein weiterer Vorteil der Onlineplattformen ist die Transparenz: Niemand gibt sein Geld gerne in fremde Hände. Die Sicherheit ist daher in allen Bereichen wichtig. Mit den Wealth-Management-Plattformen erhalten Anleger diese Kontrolle zurück: Sie können per App jederzeit über ihr Smartphone oder Tablet auf all ihre Informationen zugreifen – von der Strukturierung des Portfolios bis hin zu den Transaktionen. Auf diese Übersichten haben die Vermögensverwalter selbstverständlich auch Zugriff – was ihnen wiederum den Job erleichtert. Es müssen keine Berge an Papier mehr archiviert werden. Jede bedeutende Information ist an einem einzigen Ort. Grössere Kunden, die ihr Vermögen auf mehreren Depots verteilt haben, können somit leichter gemanagt werden.

 

Die Digitalisierung in der Vermögensberatung verändert die Finanzwelt

Alle Anzeichen deuten auf einen Wandel in der Finanzwelt. Nicht nur junge Start-Ups setzen auf Technologieplattformen, auch grosse Banken sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und greifen nach einem Stück des Kuchens. Einige Institute, wie die Commerzbanktochter Comdirect, investieren sogar in ganz eigene Plattformen. Hier wird deutlich: Wer jetzt nicht mitzieht, läuft Gefahr, als innovationsscheu zu gelten. Wie in allen anderen Lebensbereichen wird sich der Kunde auch in diesen Segmenten schnell an den Komfort der digitalen Vermögensverwaltung gewöhnen. Schon heute sind viele digitale Angebote, die vor Kurzem noch neu waren, eine Selbstverständlichkeit. Dem Konsumenten werden so Freiheiten geboten, die er in Zukunft nicht mehr missen möchte. Jeder, der sich dem Wandel entzieht, könnte seine Gunst insbesondere bei jungen Anlegern riskieren. Es gilt, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und sie für sich zu nutzen. Evolute unterstützt seine Kunden dabei.

 

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Topics: Digitale Vermögensverwaltung


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